Donnerstag, 19. Juni 2014

Roadtrip Marokko// Marrakesch Part II

Laut. Bunt. Exotisch.
Tiere. Menschen. Qualmende Mofas.
Armut. Verschwenderische Farben und
Gedanken so frei und unbeschwert.
Ein Leben für das Unbekannte.
Der Alltag so weit enfernt
 als hätte er nie existiert.

- Marrakesch-
Den Part I aus Marrakesch findet ihr hier.
Genauso wie die Berichte unseres Marokkoroadtrips: Volubilis, Meknes & Moulay Idriss und Fez.
Zum Soukguide geht es hier lang.

Freitag, 6. Juni 2014

Roadtrip Marokko// Auf dem Souk und 11 wertvolle Tipps für´s Handeln

Wenn man an Marrakesch denkt, dann kommen einem direkt die verwinkelten Soukgänge in den Sinn. Kleine, dunkle Gassen, engstehende Verkaufsstände und dicht behängte Decken, die nur so vor Laternen, Stoffbahnen und Gewürzen strotzen.
Die Souks haben ihre ganz eigene Magie, dass wird wohl jeder sagen, der schon einmal einen besuchte. Und kein anderer Souk war so faszinierend wie in Marrakesch. Fast hypnotisch wurde ich davon angezogen und konnte Stunden durch die Gassen streunen.
Tausend Geschäfte die unterschiedliches und doch sich wiederholendes verkaufen. Traumhafte Hammamtücher, Schmuck in allen Varianten. Von billigem Klimbim bis zu wunderschönen Gold und Silberarbeiten. Körbe stapeln sich zu halsbrecherischen Türmen, Keramik zu traumhaften Preisen blinkt aus allen Ecken. Schuhe, Tücher, Taschen, Lampen, Musikinstrumente und Gewürze. Die Gewürztürme sind wohl eines der typischsten Fotomotive für Marokko.
Oh, wenn ich mir das erste Bild anschaue, dann strömt mir noch genau die Atmosphäre und der Geruch in meine Sinne. Warmes Brot, in der Nase kitzelnder Staub, enges Aneinanderdrängen, Kreuzkümmelaroma und der unebene Pflastersteinboden, den ich durch meine Schuhe spürte. Ich will wieder zurück!

In Marrakesch ist der Markt geschickt aufgebaut. Es gibt verschiedene Viertel, das Eisenviertel, das Lederviertel, das Schmuckviertel; ja selbst einen Souk für schwarze Magie gibt es (Harry Potter sei gegrüßt)!
Dort trifft man auf Chamäleons, Zutaten für Tränke und es kann auch sein, dass man auf einmal vor einen ausgewachsenen Adler steht.
Man verliert sich zwangsläufig in diesem Chaos aus Menschen, Tieren und Fortbewegungsmitteln. Hier buhlen die Händler um jeden potentiellen Käufer, preisen laut rufend ihre Ware an und sprechen einen in allen Sprachen dieser Erde an. Einheimische besorgen ihre Einkäufe, es wird auf offener Straße gekocht, Standkonstruktionen (die in keinem deutschen TÜV durchkommen würden) drängen sich aneinander und dazu das ständige laute und auch lange Handeln. 
Auf das Handeln muss man sich einlassen, es gehört dazu und es macht auch einfach total Spaß. Es ist ein Spiel, ein kleiner Machtkampf und der will gespielt werden. Zuweilen ist es eine Kunst, die man nur durch üben lernt und bei der es wahre Meister gibt. Und damit ihr auch Superfeilscher werdet sind hier ein paar wichtige Tipps:

(Die Tipps habe ich teilweise von einem Freund aus Marrakesch)
11 absolut wertvolle Gold-Geheimtipps für´s Handeln
1. Die Verlockungen sind groß, ich weiß. Aber kauft nicht alles direkt vom Fleck weg. Wenn ihr ein paar Tage länger in Marrakesch seid, dann macht euch eine Liste mit den Sachen die ihr haben wollt und vergleicht die Preise. Alles gibt es in 10facher Ausführung und ihr solltet euch erst in Ruhe umschauen. Kauft erst am letzten Tag, wenn ihr einen Überblick habt!

2. Die Preise, die ein Verkäufer einem nennt, sind meist reine Fantasiepreise. Sie wissen, dass wir nicht an das Feilschen gewöhnt sind und keine Ahnung von den wahren Preise haben. Der erste Preis ist fast immer Mumpitz und sollte euch nicht abschrecken (Nienienie den ersten Preis zahlen!).

3. Um einen Überblick über die gängigen Preise zu bekommen, empfiehlt es sich, ein Ensemble Artisanal zu besuchen. Dies ist eine Markthalle (meist unter der Schirmherrschaft des Königs) in der sich Verkäufer verschiedener Bereiche zusammentuen und nur zu Festpreisen verkaufen. Meist ist die Qualität auch besser. Wenn man weiß was man kaufen will, sollte man sich die Preise des Artisanals anschauen und merken. Dann weiß man, dass die Tasche nicht 500Dirham sondern nur 100 wert ist.

4. Hat man ein Produkt der Begierde entdeckt, dann sollte man nicht zu viel offenkundige Begeisterung zeigen. Macht keinen Salto Mortale und hüpft nicht mit vor Freude feuchten Augen von einem Bein auf das andere. Auch Freudenschreie und ohnmächtiges Zusammensacken vor lauter Begeisterung solltet ihr vermeiden. Schaut euch das Produkt an, ignoriert es, betrachtet etwas anderes, erkundigt euch nach dem Preis und geht gegebenenfalls auch einfach noch mal weg. Nicht zu lange gucken, sonst ahnt der Verkäufer, dass er euch viel zu schnell an der Angel hat.

5. Ihr habt ein Produkt? Super! Dann nichts wie los ans Handeln, davor war ja alles nur Aufwärmtraining. Das Handeln mit Touristen ist auch ein immer ein Spiel mit dem schlechten Gewissen, das solltet ihr nicht vergessen. Die Händler wissen, dass die Touristen meist wohlhabender sind und sich so häufig schlecht fühlen, wenn sie den armen Händler zu sehr im Preis drücken. Ihr solltet aber keine Hemmungen haben hart zu verhandeln, denn...

6. ... der Händler würde niemals etwas für einen Preis verkaufen, den er nicht haben will. Ist es ihm zu wenig Geld, dann verkauft er es einfach nicht an euch. Es kommen nach euch noch genügend weitere Touristen. Macht euch also wegen des harten Handelns keine zu großen Gedanken, ihr braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Der Händler ist meist eh noch um einiges besser als ihr und schlägt für ihn einen guten Preis heraus. Hier geht es darum, dass ihr nicht zu sehr über den Tisch gezogen werdet.

7. Kommt es zum Handeln, dann fragt als Erster nach dem Preis! Lasst euch auf keinen Fall, niemals, nie zu so einer Aussage überreden wie "Was würdest du denn zahlen?". NEIN! Dieser Händler wäre ein schlauer Fuchs, denn er weiß, dass man keine Ahnung von den Preisen hat (außer man war vorher im Artisanal). Denn wenn ihr einmal einen Preis genannt habt, den ihr zahlen würdet und der Händler sich darauf einlässt, dann könnt ihr nicht mehr zurück. Auch wenn dieser Preis eigentlich viel zu hoch ist. Diesen Preis, den ihr genannt habt, müsst ihr dann zahlen und könnt ihn nicht mehr weiter runterdrücken. Nennt also nicht als erster einen Preis und schlagt auch nicht in eine Hand ein, sonst gilt das Geschäft meist schon als besiegelt.

8. Der Händler wird euch also zuerst einen absurd überteuerten Preis nennen, lasst euch davon nicht einschüchtern. Euer Gegenangebot sollte je nach Wert ca. 1/3 manchmal auch noch weniger sein. Wenn der Händler anfängt seinen Preis zu senken, geht es los: Geht nur in kleinen Schritten vor!!! Niemals direkte Sprünge von 50er oder gar 100ern machen! Je nach Produkt geht ihr in 20er, 10er oder sogar nur 1 Dirhamschritten vor. Denn ihr wisst: einmal einen Preis genannt, müsst ihr diesen zahlen. So kann sich das Feilschen natürlich hinziehen, aber genießt es.

9. Geht jemand nicht auf euer Startangebot ein und verlangt beharrlich seinen Preis ohne euch entgegenzukommen, dann lasst es sein. Es gibt noch genügend andere Produkte bei weitaus kooperativeren Händlern. Ich habe immer nur bei denen gekauft, die ich auch nett fand. Und seid immer freundlich und offen, dann sind sie auch weitaus entgegenkommender. Wenn sie Spaß am Feilschen mit euch haben, dann könnt ihr mehr rausschlagen. Wer will schon etwas einem abschätzigen, arroganten Touristen zu einem fairen Preis verkaufen?  (Mein Tipp: Ich habe teilweise viersprachig mit den Händlern geredet (deutsch, spanisch, englisch und französisch) und ihnen dann auf Nachfrage erklärt, warum ich all diese Sprachen spreche. So kannten sie mich schon etwas besser, man hatte eine persönlichere Beziehung und sie mochten mich lieber, sodass man nochmals im Preis runterging). Es hilft manchmal auch anzudeuten, dass man geht…

10. Macht euch vorher klar in welcher Währung ihr handelt. Dirham oder Euro? Manchmal denkt man, man hätte nun einen tollen Dirhampreis herausgeschlagen und dann meint der Verkäufer, man hätte aber in Euro gehandelt... Nicht gut!

11. Woran merkt ihr aber nun, dass man an einem Punkt angekommen ist, an dem es nicht weiter geht? Oder anders gefragt: woran merkt man, ob man den Preis noch weiter herunterhandeln kann? Ganz einfach an der Stimmlage und Wortwahl, sie verraten euch ob noch Platz zum Runterhandeln ist! Sagt der Verkäufer Sachen wie: Nein, nein! Du machst mich arm!// Schau mal, aber suuuuuper Qualität.// Komm, ach komm, guck doch wie schööön, sooo schööön.// Nein schlag ein, es steht dir soo gut...o.ä. und ist dabei recht heiter, überdramatisch, theatralisch und aufgekratzt in der Stimme, dann wisst ihr: DA GEHT NOCH WAS! Wenn der Verkäufer aber immer stiller wird, anfängt weniger euphorisch zu werden und er nur noch knapp antwortet, dann kommt ihr wahrscheinlich langsam an sein Limit, das er nicht unterschreiten will.
Ganz schön viel, dass man beachten sollte, hm? Es ist auch eine ziemlich harte Nuss dieses Feilschen, man braucht Zeit, starke Nerven und Ausdauer. Ich bin auch noch am Lernen, aber es gehört zu dieser Kultur dazu und je mehr man einsteigt, desto lustigere Situationen kommen dabei heraus. Teilweise habe ich mich nach Verhandlungen mit dem Verkäufer gekringelt vor Lachen, weil es am Ende nur noch um Centimesbeträge ging und keiner so richtig nachgeben wollte. Habt Spaß daran, das ist das Wichtigste!
Es ist eine Art Tauziehen, dass selbst die Einheimischen mitmachen müssen (glaubt mir, manchmal geht es ihnen auch ganz schön auf den Keks, wenn sie zum Beispiel nur schnell was besorgen wollen und dann 20min beim Obsthändler brauchen um über die Bananen zu streiten). 
Alles haben wir aber auch nicht auf dem Souk selbst erstanden. Die Gewürze haben wir uns von einem einheimischen Freund kaufen lassen. Das würde ich euch auch empfehlen. So gut wir auch irgendwann im Handeln gewesen sind, hier hätten wir immer noch einen zu horrenden Touristenpreis bezahlt. Lasst euch die Gewürze also von einem gutvertrautem Einheimischen aushandeln.

Man sollte auf jeden Fall einmal in seinem Leben diese Erfahrung gemacht haben, es ist einfach zu viel Freude. Selbst jetzt beim Schreiben, sitze ich hier mit einem breiten Grinsen und erinnere mich selig zurück. Inspiration und Ideen für eure nächste Reise in den Orient, Afrika oder aber auch nach Europa findet ihr zum Beispiel bei skr.de. Dies ist eine Seite, die Reisen anbietet, ganz gleich ob Studien-, Kultur- oder Erlebnisreise. Es werden kleine Mini-Gruppenreisen angeboten, mit einer geringen Anzahl an Teilnehmern. So könnt ihr gemeinsam und entspannt das Abenteuer eurer Reise genießen. Also stöbert doch einmal und lasst euch inspirieren.

Dienstag, 3. Juni 2014

Rezept// Knackige Mini- Schokodonuts

Donut- Time! Vor einiger Zeit probierte ich einen DonutMaker aus. Schnell, lecker, einfach. Klar so richtig wie ein ausgebackener Hefedonut schmecken diese Teigkringel nicht, aber sie sind trotzdem lecker und haben die typische Form. Sie sind wundervolles Fingerfood und perfekt für eine kleine Party.
Kennt ihr diese Amelie Momente (also die Sachen die man unglaublich gerne auf dieser Welt mag)? Einer meiner Lieblingsmomente ist es ja in knackige Schokolade zu beißen. Also harte Schokolade über Kuchen, über Eis oder eben auch über Donuts. Wenn die Schokolade in den Ring gelaufen ist und sie so wunderbar zwischen den Zähnen knackt.

Deswegen musste über meine Donuts natürlich eine Schicht Schokolade. Und sicherlich hätte das auch schöner aussehen können, wenn ich die Teigkringel geduldig in eine Schüssel mit flüssiger Schokolade getunkt hätte und sie nicht einfach nur gierig drüber gegossen hätte. Naja in der momentanen Foodphotography legt man es ja drauf an, dass es ganz authentisch und rustikal aussieht. Tropfen, Krümel alles ganz natürlich. Ich bin also nur voll im Trend, mit diesem unperfektem Look. Aber dafür schmecken sie sooo gut und die Schokolade knackt so richtig schön zwischen den Zähnen.
Zutaten
130g Mehl
65g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
125ml Milch
2 1/2El Pflanzenöl
1/3 Päckchen Backpulver
2 kleine Eier
1 Prise Salz
1/2 Fläschen Butter-Vanille Aroma
Schokolade für die Glasur

Eier zusammen mit dem Zucker schaumig rühren und mit den übrigen Zutaten vermengen. Den Donutmaker leicht einölen und mit einem Esslöffel den Teig in die Mulden einfüllen. Ausbacken, auskühlen lassen, Schokolade für die Glasur schmelzen und die Donuts eintauchen.

Es ist super lecker und je hochwertiger die Schokolade ist, die man verwendet, desto köstlicher werden diese Sünden. Beispielsweise mit dieser Schokolade von Vidamo. Dort habt ihr eine hochwertige Auswahl an Genussprodukten. Und eben alles was Schleckermäulchen glücklich macht. Ich bin ja immer für gute Schokolade zu haben, die ist so aromatisch und viel vollmundiger. Ihr könnt bei Vidamo zwischen verschiedenen Schokoladenarten, Herstellerländern oder auch Füllungen und Geschmacksrichtungen wählen. Das finde ich wirklich super! Optional schmecken die Donuts aber auch mit einer Zimt-Zucker Mischung super.
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