Freitag, 30. August 2013

Von Pappkartons und emotionsgeladenen Tagen

!Hola! Jaja, ich lebe noch und ich melde mich aus dem knapp 1.800 km entfernten Madrid zurück. Viel ist passiert. So viel, dass es mein kleines Herz in den letzten Tagen völlig zum Rasen und schreckhaftem Stehenbleiben brachte. Und vor allem brachte es den Blog ein wenig zum erliegen. Hunderte Emotionen, Gefühle, Stress, Überraschungen, Aufgaben und Tränen strömten in der letzten Woche auf mich ein, sodass ich sicherlich sagen kann, dass dies eine der denkwürdigsten meines Lebens war. Aber beginnen wir von vorne. Schließlich habe ich euch ja versprochen, mich vor dem Aufbruch noch einmal mit einem Packenpost zu melden. Nun gut, ihr merkt, es hat nicht geklappt, keine 5min Ruhe blieben mir in der vergaganen Woche und so wird dies nun nachgholt. Beginnen wir Donnerstag Nacht.
Donnerstag 4:30: Wir haben mal wieder einen wunderbaren Abend mit L. und F. verbracht. Nach aufregenden Gesprächen über Roadtrips, mazedonische Hostals und die nahende Abreise endet der Abend um die gewohnte Uhrzeit...

Donnerstag 12:00: Aufstehen. Heute muss gepackt werden, damit wir morgen unser Hab und Gut in die Wohnung unterm Dachboden (im Haus meiner Mama) bringen können, die in den kommenden Monaten T.s zu Hause sein wird. Noch sieht unsere Wohung völlig normal und unverändert aus. Die Motivation liegt unterm Nullpunkt.

Donnerstag 16:00: Die erste Kiste mit Büchern wird gepackt. T. wettet, dass wir mit einer Autoladung hinkommen um alle Eigentümer in die neue Wonhung zu bringen. Ich zweifle am rationalen Verstand meines Freundes.

Donnerstag 16:45: Von den 10 Umzugskartons die wir in Verwendung haben, sind allein 6 für das Bücherregal und die DVDs drauf gegeangen. Wo soll bloß der ganze Rest hin?
Donnerstag 00:00: Ich sitze im Wohnzimmer und starre voller Unglaube und leichter Panik auf einen riesigen Berg an Habseligkeiten, die sich bis in die Mitte des Zimmers erstrecken. 10 Unzugskartons, 4 Ikeatüten, 3 Müllsäcke voll und 4 große Reisekoffer versprerren mir den Weg. Woher kommen diese ganzen Sachen?! Ich bin eigentlich kein Nippes und Krimskrams-Sammler, aber damit hätte ich nie gerechnet. T. zerreist derzeit unten im Keller in großem Wahn Kartons, damit wir etwas mehr Stauraum zur Verfügung haben.

Freitag 02:00: Todmüde fallen wir ins Bett, die Wohung fühlt sich anders an. Halliger und leer. Und dennoch ist nicht alles geschafft.

Freitag 08:00: Weiteres ein- und auspacken. Uns wird klar, dass wir niemals (egal in welchem Universum) nur mit einer Autofuhre all unsere Kisten, Koffer und Tüten von A nach B transportieren können. Mama muss helfen und auch ihr Auto zur Verfügung stellen.

Freitag 11:00: Im Umzugsoutfit und dem wohl hässlichsten Messybun werden die Autos beladen. T. schleppt eine gefühlte 120 kg Kiste nach der nächsten. Woher nimmt er diese Kraft? Ich übernehme da lieber die Logistik. :)
Freitag 12:30: Die Autos sind beladen. Bis unters Dach und in jeder noch so kleinen Nische stapeln sich Gegestände. Egal ob Schmuckschachteln, Küchentücher, winkende Queenfiguren oder Memorybookutensilien.

Freitag 13:00: Kaffepause auf der heimischen Gartenterrasse. Ein unverhoffter Moment der Ruhe.

Freitag 14:00: Das Einräumen der Dachbodenwohnung beginnt. Kleidung wird in Schränke geräumt, T. schiebt mir eine schwere Kiste nach der nächsten hinauf und zwischenzeitlich lässt es sich im Schlafzimmer der Wohung kaum noch bewegen. Ich bekomme einen leichten Anfall von "Ich-geh-jetzt-einfach-mal-schlafen-und-hoffe,-dass-sich-das-von-allein-regelt."

Freitag 16:00: Ausruhen ist nicht und von alleine regelt sich erst recht Nichts! Aber dafür bleibt die Frage, warum ich 3 zerissene Strumpfhosen mitgenommen habe?! Ab diesem Moment bleibt mir noch eine halbe Stunde um mich für ein Konzert am heutigen Abend fertig zu machen. Purer Stress, dass dieses Konzert auf den heutigen Tag fällt.

Freitag 17:00: Ich sitze mit passablem Liedstrich im Auto und düße in Richtung Bonn. Auf dem Kunstrasen unter freiem Himmel spielt heute Katzenjammer.

Freitag 20:00: Die Band kommt. Voller Energie, voller Talent. Ich vergesse den ganzen Stress, all die Gefühle, die Angst, die Sorgen, die To-do-Listen die in meinem Kopf hängen und schalte einfach mal ab. Ich genieße die Bässe die sich im blau rosanenen Abendhimmel verlieren. Ein wunderschöner Sommermoment.

Freitag 23:00: Vollkommen platt und erschöpft komme ich vor meiner nun ausgeräumten Wohung an. Der letzte Abend in unserem vier Wänden...
Freitag 23:02: Ich öffne die Tür und vor mir stehen, so viele bekannte Gesichter, die mir laut "Überraschung" entgegenrufen!!! T. hat eine Überraschungsabschiedsparty für mich oragnisiert, da ich es einfach nicht mehr schaffte eine zu planen. Alte Freunde & liebe Menschen tummeln sich in unserem nun leeren Wohnzimmer. Ich könnte weinen vor Rührung, aber es müssen zu viele Menschen begrüßt werden.
Samstag 03:00: Ziemlich betrunken tanze ich mit F. durch unser nächtliches Wohnzimmer. Am liebsten würde ich gerade alles wieder ausräumen und hier bleiben, so schön ist dieser Moment.

Samstag 04:00: Mein Bruder ist in unserem Bett eingeschalfen. T. und ich holen also die Ersatzmatratze aus dem Keller und verbringen die Nacht im Wohnzimmer.

Samstag 08.30: Wummernder Schädel und das furchtbare Wissen, dass die Wohnung noch komplett gesäubert werden muss. So eine Party hinterlässt Spuren und dannn müssen da noch alle Schränke und Schubladen, Staubwinkel, Kühlschrank und Badamaturen geputzt werden. Furchtbarer Gedanke.

Samstag 11:00: In mir macht sich Panik breit. In zwei Stunden wird die Wohung übergeben und noch gleicht sie einem Schlachtfeld an Putzmitteln und Müllsäcken. Vielleicht sollte ich doch nicht immer alles auf die letzte Minute besorgen...

Samstag 12:00: Mein Papa kommt mit dem Auto um letzte Gegenstände aus der Wohnung mitzunehmen. Wir sind jetzt bei drei Autofuhren. Und auch dieses Auto wird so voll, dass nur noch ich mitfahren kann. In gebückter Haltung, halb über dem Amaturebrett. So ein dummer Sitzsack nimmt einfach unglaublich viel Platz weg.

Samstag 13:00: Wohnungsübergabe. Unsere Untermieterin kommt und findet tatsächlich eine komplett saubere und ausgeräumte Wohung vor. Die Türe schließt sich und wir werden erst in einem halben Jahr zurückkehren. Byebye kleine Studentenwohung, ich schlucke eine kleine Träne herunter.
Samstag 15:00: Ich beginne damit meine Koffer zu packen. Was kommt mit? Was bleibt hier? Am Ende bin ich sparsamer als gedacht und ich merke welche Sachen für mich wirklich wichtig sind um in knapp 40kg verstaut zu werden. T. muss ja nur ein paar T-shirts mitnehmen.

Samstag 17:00: Meine Oma kommt vorbei um mir auf Wiedersehen zu sagen. Es werden Fotos geschossen, im strömenden Regen gegrillt, laut diskutiert (meine Familie ist ja soooo laut), gelacht, umarmt.

Samstag 23:00: L. und F. kommen nochmals vorbei. F. hat ein so wundervolles Geschenk für mich vorbereitet. Ein eignes kleines Buch mit Erinnerungen und schönen Collagen, das sie selbst hergestellt hat. Ich bin unglaublich gerührt, ob dieser wunderschönen Geste und muss bei so manchem Eintrag lachen. Was für wundervolle Freunde ich habe, verschlägt mir die Sprache.

Sonntag 02:00: L. und F. treten den Heimweg an. T. und ich fallen ins Bett. Während er in sekundenschnelle einschläft ist für mich in dieser Nacht an Schlaf nicht zu denken. Tausend Gedanken, Emotionen, Erinnerungen, Fragen, Ängste, Hoffnungen, Zweifel, Ungewissheiten und Dankbarkeit geben sich in meinem Kopf die Hand uns lassen mich kaum zur Ruhe kommen. Was wird kommen?
Sonntag 09:00: Gerade habe ich meinen Bruder verabschiedet. Ich sitze beim Frühstück und bekomme kaum einen Bissen herunter. Meine wunderbare Familie versucht mich abzulenken, was ihr auch zuweilen gelingt.

Sonntag 11:00: Die letzten Gegenstände werden im Koffer verstaut und verschlossen. Die Betten werden gemacht und ich beginne meinen Abschiedsgang durch unser Haus. Draußen wechselt ein grauer Himmel in noch grauere Töne.

Sonntag 13:00: Ich sitze im Auto und brause vorbei an Feldern und Wiesen auf den Flughafen zu. Vor mir meine Eltern, neben mir T. der mir verständnissvoll in die Augen blickt. Wann immer meine Augen wieder in Tränen verschwimmen, drückt er meine Hand. Regen läuft an der Fensterscheibe entlang.

Sonntag 15:00: Die Koffer wurden aufgegeben. Viele ermunternde Worte, liebevolle Umarmungen folgen. Ich realisiere das irgendwie alles noch nicht. Ist heute wirklich der Tag, auf den ich so lange hingearbeitet habe?

Sonntag 17:00: Unser Flieger startet. Ich verlasse heimischen Boden um nach knapp zwei Stunden in meinem neuen Wohnraum anzukommen. Die Augen brennen und sind rot. Zum Glück begleitet mich T. noch für eine Woche. Ich bin ihm gerade unglaublich dankbar dafür.

Sonntag 19:30: Landung. Wärme, steppenartiges Gras, Sonnenuntergang. In Madrid waren es fast 30°C den Tag über und die Luft ist so warm, dass ich keine Jacke mehr brauche. Wir beginnen unsere Fahrt vom Flughafen in die Innenstandt. Mit mehreren Malen umsteigen, vielen Treppen, schweren Koffern und stickigen Metrostationen.
Sonntag 21:00: Wir kommen an unserer Metrostatio La Latina an. Da fällt mir ein, dass ich wohl mal besser vorher in Erfahrung gebracht hätte, wie man von dort aus zur Wohung kommt. Aber dank Google Street View und einem freundlichen Taxifahrer kann ich mich an die ein oder andere Stelle erinnern und wir kommen knapp 15 min später in meiner neuen Wohung an.

Sonntag 21:15: N. (mein Mitbewohner) ist ein freundlicher Kubaner. Dunkelhäutig, Dreadlocks, Vegetarier und Musiker. Er scheint sehr entspannt zu sein. Mein Zimmer ist hübsch. Die Küche ist nicht unbedingt so mein Fall. Dirket erprobe ich im Smalltalk mein Spanisch. Check!

Sonntag: 22:30: T. und ich erkunden ein wenig mein Viertel und kaufen schließlich beim Shop um die Ecke nur noch etwas Wasser und Cracker. Um wie geplant Essen zu gehen, sind wir einfach zu platt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir um 12 Uhr vollkommen erschöpft auf der zu kurzen Matratze in meinem neuen Zimmer wegschlummern, während unter uns die Madrilenen einen Lärmwettbewerb starten.

Eure Coco

Freitag, 16. August 2013

Zwischen neuen und alten Wohnungen

Ab diesem Moment dauert es knapp noch neun Tage bis ich Deutschland verlasse und meinem Alltag Adieu sage. Oder sollte ich besser ¡Adios! sagen?, denn schließlich verschlägt es mich in weniger als zweihundertsechszehn Stunden nach Madrid. Mir wird ganz flau, wenn ich daran denke, dass nun schon bald der Abschiedsmoment gekommen ist. Wo die Zeit geblieben ist weiß ich nicht. Neun Tage hört sich in meinen Ohren lächerlich kurz an und relativ unrealistisch in Anbetracht dessen, dass unsere komplette Wohung noch vollkommen normal aussieht. Da wir für diese Tage ja nun noch hier wohnen und auch alles in Verwendung haben, lohnt es sich kaum etwas wegzuräumen. Dies wird wohl erst kurz vor knapp erfolgen und so kommt es mir ganz und gar unrealistisch vor, dass bald meine letzte Woche anbricht. Nichts verrät einen baldigen Abschied.
Bei der Gelegenheit unsere Wohung für ein paar Internetwohungsmärkte festzuhalten, habe ich die Bilder auch direkt mal für diesen Post genuntzt und zeige euch hier mal einen kompletten Blick in unsere Studentenbude. Jaha, das gab es hier noch nie!
Auch T. und ich versuchen alles so normal wie möglich zu gestalten, denn wenn wir beide hier mal ehrlich sind, dann ist es schon echt schwer für uns ein halbes Jahr getrennt zu bleiben. Nicht jeden Abend in den Armen des anderen einzuschlafen und auf all die kleinen Gespräche und liebevollen Gesten zu verzichten. Bin ich gerade etwas weinerlich? Ist dies zu kitschig? Ja, wahrscheinlich schon. Aber so fühlen wir uns momentan.
Dies ist eine komplett unbekannte Situation für uns. Seit fast fünf Jahren sind wir nun ein Paar, seit drei Jahren wohenen wir zusammen und auch davor verbrachten wir fast keine Nacht getrennt. Nun habe ich mich für dieses Auslandsstudium entschieden und wir beide werden lernen müssen mit dieser komplett ungewohnten Situation umzugehen. Besonders ich muss dies lernen.
Manchen Paaren fällt dies bestimmt leichter, uns leider nicht. Also versuchen wir in den Momenten, die uns noch bleiben (Gott, das hört sich wie ein endgültiges Ende an; entschuldigt bitte), nicht an den Abschied zu denken und machen so normal wie möglich weiter.
Natürlich klappt dies nicht immer, denn schließlich haben wir ja aus dem letzten Post gelernt, dass ein Auslandsstsudium einiges an Planung beansprucht. Zum Glück, wird der Planungsberg immer etwas weniger, wobei allerdings an anderer Stelle auch immer noch was hinzukommt. Dennoch sind einige wichtige Punkte jetzt geklärt. Unsere Wohnung ist beispielsweise nun untervermietet. Wir haben eine wunderbare Untermieterin gefunden, der ich vertrauensvoll unser Hab und Gut übergebe. Nicht immer so leicht jemanden zu finden, dem man sein Eigentum überlässt und mit dem man sich wohlfühlt. Aber ich denke wir haben eine ganz wunderbare Person gefunden. Man lernt bei solchen Wohungsbesichtigungen übrigens echt tolle Menschen kennen. Manche erscheinen zwar erst gar nicht, aber manchmal sind auch amerikanische Journalisten oder zwei beste Freundinnen dabei, denen es gar nichts ausmacht ein halbes Jahr im gleichen Bett zu schlafen.

Aber auch ich bin in Madrid wohnungstechnisch fündig geworden und habe für den Anfang ein Zimmer mitten im Herzen der Stadt gemietet. Wunderbar! Nichts da Außenbezirke, nichts da Hochhaussiedlung. Für mich gehts mitten rein, zwischen Jugendstilbauten und unzählige Cafés und Bars. Mehr Madrid geht wohl nicht, wenn die Puerta del Sol innerhalb von zwei Minuten fußläufig erreichbar ist. Ich ziehe zu einem Kubaner und seiner deutsche Freundin. Spanisch wird trotzdem geredet und sollte ich doch mal an ein paar Vokabeln scheitern, so habe ich ja noch muttersprachliche Unterstützung. Ob ich allerdings in dem Zimmer den ganzen Aufenthalt verbringen werden, weiß ich noch nicht. Möglicherweise ziehen die beiden ab Oktober nach Deutschland, sodass ich mir dann eine neue Bleibe suchen muss. Diesesmal wäre es aber vor Ort und immerhin habe ich etwas Schönes für den Anfang. Das macht mich ruhiger und ich kann mich auf Madrid etwas besser einstellen.
9 Tage also noch, 216 Stunden oder anders gesagt noch 12.960 Minuten. Einige Rezepteposts sind vorgeshootet (Weihnachtsrezepte im Hochsommer, Irrsinn!), Umzugskartons warten hinter der Schlafzimmertüre und Tränen werden erbittert runtergeschluckt. Ich verbleibe in größter Aufregung, etwas Herzschmerz und viel Spannung. Ein Post zum Auslandsaufenthalt folgt noch vor meinem Aufbruch, ein Post in dem ich packe. Und da ich keine Ahnung habe, was man alles so für ein halbes Jahr braucht (mir bereiten ja schon zwei Wochen Urlaub Kopfzerbrechen) bitte ich hier schon mal um Unterstützung. Wie packt man ein halbes Jahr in 23kg???
Eure Coco

PS: Stellenweise ist dieser Post wohl auch etwas theatralisch. Verzeit es mir, denn meine Worte sind dirket aus meinem Kopf geflossen. Ohne Plan wohin dieser Post führen sollte, ohne Zensierung. Einfach meine Gedanken. Genauso wie ich diese Rubrik haben wollte, 100% authentisch. 100% ich.

Sonntag, 11. August 2013

Maastricht für einen Tag

Diese Woche rief mich mein nächstes kleines Sommerhighlight. Da es diesen Sommer ja keinen Urlaub im herkömmlichen Sine gibt, erlebe ich viele kleine Höhepunkte. Nachtpicknicke, Hamburg, Skybeach und jetzt Maastricht. Ein so zauberhaftes Städtchen, in welches ich mich verliebt habe.
Obwohl Maastricht nur eine knappe Autostunde von Köln entfernt liegt habe ich es bisher nie geschafft dieses kleine Juwel zu besuchen. Bisher. Denn diese Woche schälten wir uns früh aus den Betten, brausten über die Autobahn, überquerten die Grenze und atmeten schließlich die niederländische Luft ein. Maastricht empfing uns mit Regen und Dunst, kaum vorzustellen bei der Fülle an Sonnenstrahlen, die uns an den Tagen zuvor verwöhnten. Für uns aber gar kein Problem, denn auch so hatte die Stadt ihren eigenen Zauber.
Wir schlenderten durch die erwachende Satdt, über die Marktplätze, schlüpften in kleine Gässchen und wärmten uns die Hände an einem heißen Kakao. Wir beobachteten aus unseren Caféstühlen wie Fahrradfahrer durch die immer größer werdenen Pfützen flitzten und ein Laden nach dem nächsten die Auslagen präsentierte. Maastrichts Altstadt hat unglaublich schöne Ecken und egal wie sehr man sich in den Gässchen verirrt, am Ende kommt man immer wieder an einer bekannten Ecke heraus. Perfekt zum ungeplanten Erkunden!
Wir fanden wunderbare kleine Boutiquen und Geschäfte. Neben einem rauschhaften Einkauf an Memorybookutensilien, verliebte ich mich vor allem in einige Einrichtungsläden. Denn Einrichten, dass können die Niederländer. Wunderschöne Holzbuchstaben, tolles Geschirr oder klassische Deko. Immer stilsicher und nie zu kitschig, so liebe ich das. Ich hätte am liebsten ganze LKWladungen mit nach Hause genommen, beschränkte mich dann aber dann doch nur auf einen "kleinen" Einkauf bei Sissy-boy-Shop, meinem Lielingsladen in Sachen Inneneinrichtung. Dazu durfte noch dieser alte blaue Vintageregenschirm mitkommen, den ich in einem kleinen Laden unauffällig in einer Ecke fand. Dieser kam sofort zum Einsatz und leistete wunderbare Dienste.
Gegen Mittag flüchteten wir zum Trocknen in ein zauberhaftes Cafe mit dem Namen Taart (der Insider dazu wird folgen!). Bei heißem Tee in nostaligschen Tassen lies es sich wunderbar entspannen. Anschließend verschlug es Tobias und mich zu einer der wohl schönsten Buchhandlungen die ich je betreten habe. Die Selexyz Dominicanen ist eine Kirche die zur Buchhandlung mit Café umgebaut wurde. Eine wunderbare Stimmung erwartete uns hier, alles ist offen gehalten und lädt doch zum gemütlichen Stöbern ein.
Zum Abschluss folgte eine kleine aber obligatorische Sünde. Von vielen Maastrichtern getestet und für exellent befunden, besuchten wir die Frituur Reitz. Einfach lecker, diese Pommes spezial.
Ich habe mich auf jeden Fall sehr in Maastricht verliebt. Überall gibt es diese kleinen Gassen und Straßen, alles ist übersichtlich und mit einer wunderschönen Architecktur. Eine wunderbare Studentenstadt mit absolutem Hollandflair. Ich könnte mir auch durchaus vorstellen, dort einmal zu wohnen, so schön fand ich es. Ich fühlte mich einfach sehr heimisch.
Für einen Tagesausflug reicht es aber auch. Besonders schön ist es aber vor allem dann, wenn mein T. mit dabei ist, der geduldiger Schirmträger, fürsorglicher Kakaobezahler und kraftvoller Einkaufstaschenträger in einem ist. Und er fotografiert so herrlich heimlich, wenn er sich hinter Straßenlaternen versteckt.
Sobald ich aus Madrid zurückkomme fahren wir wieder hin, denn Maastricht Ik hou van je.

Sonntag, 4. August 2013

Memorybook// Mai 2013

Schande auf mein Haupt. Jetzt gab es hier schon seit ein paar Wochen keinen Memorybookeintrag mehr. Aber ich bin immer noch hochmotiviert und liebe dieses kleine Büchlein, nur das dies klar ist, jawoll! Grund der kleinen Pause waren ein paar Bilder dir mir fehlten, die ich aber gerne für den Mai einkleben wollte. Auf einer Party gab es einen Photo Booth, doch leider haben mich eben diese Bilder noch nicht erreicht. Aber weiter mit dem Memorybook warten wollte ich jetzt auch nicht mehr. Und so zeige diese Seite dann einfach ein anderes Mal.
Aber nun geht es weiter. Meinen Mai konntet ihr auch schon in bewegten Bildern verfolgen und zwar in dem Maifilm den ich drehte. Hinzu kam mein Geburtstag, unglaublich viel Regen, Theaterbesuche und der Besuch des Vortrags von John Searle. All dies und noch viele andere Momente lassen sich wieder auf der Collage finden, die ich jedes mal als Deckblatt für den Monat entwerfe. Das monatliche Zitat dazu stammt von Hebbel und ich finde es einfach wunderbar mit dem Verweis auf Kant: 

A day in may is a categorial imperative of joy.
Auf der Rückseite habe ich wie immer notiert, was auf den einzlenen Bildern passiert ist. Daneben habe ich die Bilder aus dem Theatherstück geklebt, dass wir besucht haben.  
Werner Schlaffhorst- ein Leben zu wahr um schön zu sein.
Ich war zweimal in dem Stück und fand es einfach wunderbar. Lustige Momente, schöne Bilder und liebevoll umgesetzt. Mit Tränen in den Augen und voller Vorfreude auf die nächsten Szenen. Auf jeden Fall ein wunderbares Ereignis, das festgehalten werden musste.
Auch meinen Geburtstag habe ich in kleinen Bildern festgehalten. In die Mitte klebte ich das Bild mit dem Haarreif den T. für mich gebastelt hatte, drum herum die kleinen Eindrücke des Tages. Schnapszahlalter 22. All die letzten Jahre habe ich groß gefeiert, doch dieses Jahr hatte ich Lust auf etwas Entspannung. So bekam ich ein wunderbares Frühstück mit den obligatorischen Pancakes, einen tollen Kuchen, wunderbare Geschenke und meine geliebten Mohnblumen. Mittags gönnte ich mir die erste professionelle Massge meines Lebens und versank in Entspannung während ich den Abend im kleinen Kreise meiner Familie (wir waren zu 8.) bei unglaublich gutem indischen Essen genoss. Es war so unglaublich lecker, ich liebe die indische Küche.
Dazu habe ich ein kleines Kärtchen eingeheftet, das jeweils den Geburtstag beschreibt und auf der Rückseite auf unseren 1. Mai verweist. In den Fototaschen habe ich ein paar Bilder von dem Abend auf den 1. Mai und dem nächsten Tag eingelegt. Dazu natürlich auch ein Foto meines Maibaums. Die weiße Seite darunter habe ich für die noch fehlenden Fotos aus dem Photo Booth reserviert. Coming soon!
Um diesen Monat gebührend abzuschließen habe ich noch meinen Maifilm eingefügt. Auf der Seite sind schon mal einige Bilder aus dem Film zu sehen. Dazu habe ich den Film in eine Hülle gesteckt und eine kleines Deckblatt gestaltet. Natürlich in der fröhlichen Maifarbe Mint.
Und falls ihr euch auch mal gerne die anderen Monate anschauen wollt, die ich schon in diesem Buch gestaltet habe, dann werdet ihr in der Sidebar unter der Rubrik "Memorybook" fündig. Das tolle Memorybook stammt von der tollen Bina, die in ihrem Shop diese wunderbar selbstgemachten Bücher vekauft. Es macht so viel Spaß ich kann es euch nur ganz nah ans Herz legen!

Freitag, 2. August 2013

Rezept// Beeren Smoothie

Beschwingt in den Tag starten! Voller Elan, voll guter Gefühle und mit einer positiven Energie, die alle ansteckt. Damit so ein Start gelingt, ist es natürlich unabdingbar sich schon früh am Morgen zu verwöhnen. 
Wenn es noch vor 9Uhr ist, dann bin ich ein Frühstücksmuffel. Besonders unter der Woche sieht man mich eher, noch mit der Zahnbürtse im Mund, verzweifelt auf der Suche nach dem Wohungsschlüssel. Und obwohl die Bahnstation ganz bei uns in der Nähe ist, muss ich mich doch fast jeden Tag sputen die Bahn noch zu erwischen. Und wenn ich vor der Entscheidung stehe, schnell noch einen Apfel einzustecken oder mir Parfum aufzulegen, dann gewinnt meist das Parfum. Wer will bitte nicht den Tag über nach Lilien und frisch gewaschener Wäsche duften? An ein ruhiges Frühstück ist bei diesen Tumult natürlich nicht zu denken. Wenn es euch genauso geht wie mir, dann braucht ihr einen Smoothie. Schnell gemacht, kann er morgens immer in eurer Nähe stehen wenn ihr durch die Wohnung flitzt.
Zutaten:
110g Brombeeren
80g Himbeeren
1 EL Honig
150g Naturjogurt
3 große Schlucke Milch
5g Zucker

Brom- und Himbeeren in einen Mixer geben und kurz vermixen. Honig, Naturjogurt und Zucker hinzugeben. Nun die Beerenmasse mit dem Jogurt zu einer homogenen Masse mixen. Anschlißend die Mich hinzugeben, sodass eine cremige aber leicht flüssige Konsitenz entsteht.  Im Winter kann man auch gefrorene Beeren nehmen, diese allerdings zuvor auftauen lassen. Alles mit Honig, Zucker und Milch abschmecken. Der Smoothie schmeckt auch mit Blaubeeren ganz wunderbar.
Das tolle an einem Smoothie ist, das er so schnell zu machen ist. Alle Zutaten in den Mixer geben, einschalten und während man noch das passende Hemd herraussucht, bereitet sich das Frühstück von alleine vor. Außerdem sättigt er für lange Zeit und gibt euch für den Start in den Tag einen wundervollen Energierboost.
Liebste Grüße, Coco
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