Mittwoch, 25. April 2012

Rezept/ DIY// Marthas utopische Ananasblume

Bei diesen Post kann ich mich nicht ganz entscheiden. Ist es nun ein DIY oder ein Rezept? Wahrscheinlich etwas in der Mitte und was von beidem. Nicht Fisch nicht Fleisch, auf jeden Fall finde ich aber, dass es absolut wunderbar aussieht.
Bald habe ich Geburtstag und dafür habe ich nach ein paar köstlichen Versuchungen gesucht. Dabei bin ich auf diese blumige Idee der amerikanischen Super-Hausfrau Martha Stewart gestoßen. Als ich das Rezept sah, dachte ich, dies wäre equipmenttechnisch eine schwere Aufgabe. Sicherlich wären tausend spezielle Hilfsmittel nötig, die sich nur in den kulinarische Hochtempeln finden lassen und mein 'Knowhow' bestimmt übersteigen.
Doch Nichts von alledem! Denn was man braucht, ist allein ein Muffinblech und einen Ofen, so einfach kann es gehen.
Ich bin jetzt mal ganz ehrlich und sage: Es war gar nicht mal so leicht. Auch wenn die Theorie und die einzelnen Schritte pipifax sind, stellte sich die Herstellung doch als ein etwas schwereres Unterfangen heraus. Ich könnte euch jetzt sagen, dies wäre alles super einfach. Für mich als absolute super Küchenzauberin war es ein Klacks, ich backe Ananasblumen, während ich nebenbei noch ein Buch schreibe, staubwische und mir die Nägel lackiere, nur um euch später auflaufen zu lassen.
Nein, so war das ich nicht. Ich sage euch, ich habe zwei Anläufe gebraucht. Die ersten Ananasscheiben sind mir im Ofen verbrannt. Sie brauchten ewig zum trocknen, sodass ich ihnen noch mal kurz ein bisschen Hitze verschaffen wollte und zack, roch es in der Küche nach gerösteter Ananas und es rauchte gefährlich aus dem Ofen: Ergebnis: Schwarz. Jetzt war mein Ehrgeiz gepackt. Also schnell zum Supermarkt und eine zweite Annas besorgt. Glaubt mir, in den nächsten Tagen werde ich sie galant im Supermarkt ignorieren. Der zweite Versuch klappte dann schließlich.
Glücklicherweise habe ich in den Kommentaren gelesen, dass es den vielen anderen amerikanischen Hausfrauen da genauso ging wie mir. Hier zu feucht, da zu lange und die Scheiben überhaupt alle viel zu dick, immerhin bin ich in guter Gesellschaft. Auch wenn es nicht so akkurat aussieht wie bei Martha, es sieht halt nach mir aus und nach tropischen Träumen und die sind ja bekanntlich immer gut.
Hier also meine Tipps, damit es bei euchvon Anfang an besser läuft.
Ihr backt ein paar Muffins nach eurem Lieblingsrezept. Am besten sind Schokomuffins, da diese wie ich finde einen schönen Farbkontrast bilden, doch auch Zitronenmuffins oder um beim Thema zu bleiben fruchtige Ananasmuffins sind bestimmt ganz lecker. Ich stelle hier mal kein Rezept rein, da ich meine Muffins auch immer nach einem Internetrezept backe. Das Internet ist so voll von Schokomuffins, das es schon fast überquillt, also einfach mal eure Suchmaschine füttern.
Nehmt eine Ananas die noch nicht so reif ist, diese haben etwas weniger Saft. (Ihr könnt erkennen, wie reif eine Ananas ist, indem ihr die inneren Blätter oben herauszieht. Lassen sie sich sehr leicht lösen, ist die Ananas schon sehr reif.)
Zum Anfang trennt ihr die Enden der Ananas ab und schält sie. Backofen auf 70°C vorheizen. Die Ananas einmal rundherum mit Küchenpapier abtrocknen. Dann die kleinen braunen Stellen einfach mit einem spitzen Messer herausschneiden und noch ein paar Stellen so herausscheinden, damit eure Ananasscheiben später am Rand etwas 'frisselig' sind. Anschließend wird die Ananas in dünne Scheiben geschnitten, je dünner desto besser. Ich fand diesen Arbeitsschritt schon was schwerer, da ich nicht unbedingt ein Feinmotoriker bin. Mit ein bisschen Mühe klappt das aber schon. Nehmt ein glattes, dünnes Messer! Wichtig ist, die angeschnittene Scheibe oben noch festzuhalten, während ihr schneidet, sonst könnte sie umklappen und auseinanderbrechen. Das Messer in sanften Bewegungen vor und zurück führen. Nun die Ananasscheiben wieder mit Küchenpapier trockentupfen, um schon ein wenig Flüssigkeit abzunehmen. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und für bei ca. 70°C- 100°C in den Ofen. 
Ihr braucht echt viel Zeit. Die Angaben, die Mrs. Stewart macht, sind leider utopisch, außer sie hat einen intergalaktischen Ofen. Stellt den Ofen nicht zu heiß ein, sondern gebt den Scheiben lange, konstante, reduzierte Hitze, ansonsten werden sie außen zu schnell braun ohne trocken zu sein. Ihr solltet die Scheiben nach ca. 30min wenden und dies immer wieder, bis sie trocken sind. Jetzt der Clou, die Scheiben aus dem Ofen nehmen und zum Abkühlen in ein Muffinblech legen, so werden sie leicht nach über gebogen.
Abschließend die Sahne schlage und auf die Muffins geben. Darauf als Highlight die Ananas setzten.
Ihr seht es ist schon ein Unterfangen, aber wenn man mal Lust und einen freien Tag hat, dann kann man sich ja seine Schürze umbinden, die Lockenwickler aus den Haaren holen und im Petticoat die glückliche Hausfrau spielen. Donna Reed lässt grüßen...

Liebste Grüße, Coco

Kommentare:

  1. Och gott nein, was für eine wundervolle idee, die muss ich mir merken ;) Echt super und ich finde es ist beides DIY und Rezept ;)

    Lg, Lilli

    http://lillicious-blog.blogspot.de

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  2. die idee steht schon gaaanz weit oben auf meiner sommerkuchenliste, schön hast du es umgesetzt, danke für die tipps. ich freue mich darauf <3

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  3. das sieht echt genial aus...
    das wird bestimmt demnächst ausprobiert :)

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    1. Wow, das würde klasse zu einer Alohaparty passen ;)
      Vielleicht könnte man ja die Ananasscheiben vorher über Nacht auf die Heizug legen und am nächsten Tag erst in den Ofen schieben, so geht´s evt. schneller???


      Hast du toll gemacht =D

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  4. Hui, eine knifflige Sache :D
    Auf den aller aller ersten Blick, sah die Ananasblümli aus, wie ein pfifferlingähnlicher Pfifferling :) auf alle Fälle schön zum Anschauen, schmecken tun sie bestimmt auch.

    Und wie immer... herrlich in Szene gesetzt!

    Tschirihou.

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  5. Die sehen so so so so so so... so toll aus! Ich war heute schon des öfteren auf deinem Blog, um zu schauen, ob ein neuer Post da ist. Und da ist er! Ich hab soetwas echt noch nie gesehen. Wie stößt du auf solche Sachen? Ich kann mich nur wiederholen, das es klasse aussieht. Mal sehen, ob ich mich irgendwann auch mal daran traue. ;)

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  6. wowie, ich bin immer wieder perplex dass leute wie du sich tatsächlich aufraffen das nachzubacken, ich fauler sack gucke mir nur immer schwelgend bilder an- und schmier ein brot. :D

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  7. oh die hab ich letztens auf einer torte gesehen, sehr hübsch sind die geworden

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  8. Schöner Post, gefällt mir gut. :)
    Vor allem die Tatsache, dass du nicht vorgaukelst, das alles hättest du innerhalb von 10 Minuten getan und, wie du sagst, nebenbei noch die Welt gerettet ;)

    und dafür, dass du Schwierigkeiten hattest (hätte ich bestimmt nie hinbekommen wie du), finde ich, sehen die echt super aus! Hättest du nichts davon geschrieben, wär's keinem aufgefallen,
    Kompliment :)

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  9. Ohh ich finds so toll hier bei dir :D
    Und Kompliment das du die so gut hinbekommen hast :D Ich scheiter schon bei den Muffins :D haha :)

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  10. Sorry, dass ich hier deine Kommentarfunktion vollspame. Aber bin ich irgendwie zu blöd? Also ich mein im Bezug auf die Schrift. Wie kriege ich denn diese Rahmen hin? Hab das Gefühl ich hab schon alles ausprobiert. Hilfeee

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  11. das sieht klasse aus.. eine tolle idee!! :)
    und coco, du bist ein fuchs... digitalisiert, natürlich!ich komme gern auf dein angebot zurück, danke!! aber irgendwie haben die guten alten oldschool-kassetten auch was, oder? ;o) wenn da nur der platzmangel nicht wäre.. ich kann da in meiner kleinen butze ein lied von singen.. aber 1 regalfach haben sie erobern können.. :)
    liebe grüße und ein schönes, sonniges WE für dich! gesa

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  12. Hallo Coco!

    Hatte endlich mal Zeit die Ananasblüten nachzumachen.
    Deine Tipps waren wirklich hilfreich... Vielen Dank dafür!
    Sie sind zwar recht aufwändig, aber auch ein wahrer Blickfang.

    Post gibt es auch dazu:
    http://schokocupcakes.blogspot.de/2012/07/ananasbluten.html

    Liebe Grüße
    Gesine

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