Sonntag, 13. April 2014

Roadtrip Marokko// Der Beginn in Fez

Heute werde ich endlich beginnen über meinen Roadtrip durch Marokko zu berichten. Dafür habe ich die letzte Woche mehrere tausend Bilder sortiert und geordnet. Wirklich viel Arbeit, aber jedes Bild ist für mich ein wertvoller Schatz an Erinnerungen und Emotionen. 

Diese Reise war die bisher aufregendste, die ich in meinem Leben gemacht habe. Beim Betrachten der Bilder, war ich mal wieder genauso verzaubert (wie schon vor einem Monat) von der Schönheit dieses Landes. Es sind die geheimnisvollen Alltagsmotive, die sich überall tummeln, die pure Schönheit der Natur und all die Geschichten die sich hinter den Menschen verbergen. Die Zeit läuft in Marokko noch anders. Diese Reise war keine Urlaubsreise sondern eine Lebenserfahrung, aus der ich ein etwas verändertes Verständnis für die Welt mitnehmen durfte und die mir wirklich mein Herz öffnete. 
Wir starteten unsere Reise in Fez. Warme Temperaturen, buckelige Taxis und ein halsbrecherischer Fahrstil, brachten uns zu unserem zauberhaften Riat (ein Haus, dessen Fenster nur zum Innenhof gerichtet sind). Fez ist eine Stadt im Norden Marokkos. Das Umland ist noch grüner, die Stadt ein guter Startpunkt für unsere Reise durch das Land. Fez ist nicht allzu groß und bot uns eine gute Möglichkeit uns einzugewöhnen. Enge Soukgassen in der Medina, überladene Obst und Gemüsemärkte, mit gigantischen Büschen an frischer Minze, Mofas und ratternde Auspuffe die sich durch zu kleine Seitenstraßen zwängen. Spielende Kinder, lautes Rufen von zahnlosen Verkäufern, dampfende Teekannen, Männer in Cafés, Frauen mit Kopftüchern und den Wocheneinkäufen. Farben, Gerüche, Schuhe und Hühner. Esel die jederzeit hinter einem auftauchen und sich selbst durch das engste Gedränge der Gassen zwängen.
Fez zeigte uns was uns in Marokko erwarten würde. Wir liefen den gesamten ersten Tag ohne Plan durch die Gassen, denn der würde einem in diesem Wirrwarr an Seitenstraßen und kleinen Nebenhöfen eh nichts nützen. Wir wussten manchmal nicht wo wir waren. Gingen weiter, verirrten uns und kamen schließlich zum vierten Mal an der gleichen Stelle raus. Ich fand es fantastisch. All die sagenhaften Motive! Gegen Mittag, klopfte bei mir dann aber auch freundlich der Kreislauf an. Nach all den vielen Menschen, Gerüchen, verwirrenden Soukwegen, bei denen auch  manchmal eine Schar Gänse unseren Weg kreuzte und all den neuen Eindrücken, brauchte ich eine Pause. Also schauten wir uns eine wunderschöne alte Madrasa (isalmische Schule) an.

Über allem hing stets der ständige Wandel der Gerüche. Nicht immer nur angenehme, das muss auch gesagt sein. Zwischen frischem Minztee und verführerischem Tajineduft, mischte sich auch der Geruch der Gerberstätten. 
Fez ist bekannt für seine Lederherstellung und man so kann man viele Höfe besichtigen und die Herstellung beobachten. Selten habe ich eine so schwere und geruchsintensive Arbeit gesehen. Die einzelnen Arbeitsschritte erspare ich euch, aber schlussendlich wird das Leder mit natürlichen Produkten gefärbt, während die Arbeiter komplett in der farblichen Brühe stehen. Die Farbe wird wohl immer an Armen und Beinen bleiben. Um dem Geruch etwas abzumildern, bekommt man bei der Besichtigung immer einen Minzstrauß, an dem man riechen kann.
Fez war wirklich auch die Stadt der Katzen. Kaum anderswo habe ich so viele gesehen. Häufig wurde mir das Herz schwer und ich musste schwer schlucken, wenn ich die dünnen und struppigen Fellknäuel sah. Am liebsten hätte ich sie alle gerettet. 
Wir blieben zwei Nächte in Fez und hatten so knapp 1 1/2 Tage Zeit uns die Stadt anzuschauen. Dies reicht gut aus um Fez kennenzulernen. Jüdischer Friedhof, königliche Gärten, die Altstadt. Am Ende der Reise kamen wir zurück und verbrachten unseren letzten Tag in Fez. Aber bis dahin liegen noch einige weitere wunderschöne Etappen vor uns.

Freitag, 4. April 2014

Rezept// Gemüsemuffins

Gemüsemuffins sind sicherlich nicht die Neuerfindung des Rads, aber eine ganz wunderbare Abwechslung zur süßen Variante. Ich finde es wunderbar, dass man sie sowohl warm als Beilage zum Hauptgericht genießen kann oder auch als Snack beim Picknick oder einer Party. Ein Klacks Kräuterjoghurt dazu und es ist ein herrlich frühlingsfrisches Gericht.
Zutaten
1 Möhre 
1 grüne und rote Paprika
2 Frühlingszwiebeln
1 gehäufter EL Schnittlauch
1 Ei
150g Quark
60ml Milch
200g Mehl
2  1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
3 EL geriebener Emmentaler (nach Belieben mehr)
Salz
Pfeffer

Den Ofen auf 180°C vorheizen und das Muffinblech mit Förmchen auslegen. Frühlingszwiebeln, Möhre und Paprika klein schneiden. Quark mit Ei, Milch, Salz und Pfeffer verrühren. Anschließend Mehl, Backpulver und Natron vermischen und zusammen mit dem Gemüse und dem Schnittlauch zu der der Quarkmischung geben. Alles zusammen mit dem Käse vermengen. 
Die Masse in die Muffinförmchen geben und ca. 30min backen. Sie werden nicht so fluffig wie normale Muffins, sondern etwas massiver.
Die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unendlich. Einmal das Grundgerüst verstanden, kann alles nach Belieben hinzugefügt und kombiniert werden. Mit Mais oder Erbsen, eine italienische Variante mit Tomate, Mozzarella und frischem Basilikum oder auf griechische Art mit Feta und Oliven. Alles, was der Gemüsestand und Kräutergarten hergibt!

Sonntag, 30. März 2014

Memorybook// Januar 2014

Es geht wieder los. Ich bin wohlbehalten und mit tausend schönen Erinnerungen aus Marokko zurückgekehrt. Das Land, seine Landschaft und all das was ich erblickte, machten diese Reise zu einem atemberaubenden Erlebnis. Ich kann nur sagen WOW! Aber dazu ein anderes Mal mehr, glaubt mir es werden Unmengen an Bildern folgen, auch wenn ich eine Speicherkarte leider in der Wüste verloren habe (aaaahhhh!). 
Doch nun zum Memorybook. Ich bin euch aus dem letzten Jahr noch ein paar Monate schuldig, da das Ausdrucken im Erasmusjahr etwas problematisch war. Sie werden aber noch nachgereicht. Nun habe ich meinen Fotodrucker wieder zurück und stürze mich voller Leidschaft in mein Memorybook 2014, das ich von Bina bekommen habe. 
Auf der Titelseite erstellte ich zu jedem Monat ein Bild und fügte mit meinem Dymo ein paar Etiketten ein. Darauf ein paar Charaktereigenschaften, die ich in diesem Jahr etwas besser im Auge behalten möchte. Beispielsweise neige ich häufig dazu an mir zu zweifeln und mir nicht immer alles zuzutrauen. Durch mein Erasmusjahr habe ich mehr Vertrauen in mich gewonnen und diese Lebenseinstellung will ich gerne beibehalten. Die Etiketten sind also meine kleinen charakterlichen Neujahrsvorsätze.
Beibehalten habe ich die kleine Einführung vor jedem Monat mit Schnappschüssen die zeigen, was in diesem Monat alles passierte. Auf der Rückseite findet man die Erklärung zu den einzelnen Bildern. Neu ist: ich gebe dieses Jahr jedem Monat ein Stichwort. Also einen Begriff, der diesen Monat geprägt hatte. Ich versuche damit also festzuhalten, was mich in diesem Monat hauptsächlich bewegte.
Ansonsten war ich im Januar mit meinen Freundinnen im Bernabeu Stadion von Real Madrid. Ein tolles Erlebnis in diesem Stadion ein Spiel zu sehen. Dazu habe ich die Spielkarte eingefügt sowie einen Text auf der Rückseite. Dahinter folgt dann der Geburtstag einer meiner Freundinnen. Eine Nacht, in der ich mich so frei und voller Leben fühlte. Ich liebe die Bilder, die dabei von uns entstanden sind. Sie spiegeln genau die Freude wieder, die ich da spürte. Pures Lachen.
Auf der darauf folgenden Doppelseite habe ich den Besuch von meiner Mama im Januar festgehalten und mit einem Text versehen. Auf der Rückseite kleben die Eintrittskarten für den Film "La gran belleza", den wir uns auf italienisch mit spanischen Untertiteln anschauten. Da ich in diesen Tagen so viele Bilder machte, hielt ich unsere Museumsbesuche, kulinarischen Ausflüge und Streifzüge durch die Stadt in Collagen fest.
Auf der letzten Seite habe ich ein paar Schnappschüsse von einem spontanen kleinen WG Abend eingefügt. Dieser ging so unverhofft bis in die frühen Morgenstunden und bewies, dass man für gute Stimmung manchmal nur drei Leute braucht. Dieser Abend mit K. und S. war Gold wert.
Ich kann es kaum erwarten euch demnächst auch Februar und März zu zeigen. Memorybooken ist einfach eine tolle Art Erinnerungen festzuhalten und hat fast eine meditative Wirkung. Wenn ihr also auch damit anfangen wollt, dann werdet ihr in Binas Shop fündig. Ihr solltet euch auch ganz dringend Binas Blog ja- Sagerin anschauen, denn auch sie stellt dort ihr Memorybook vor.
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